Iftar-Empfang des LVIKZ Ba.-Wü. im Ramadan 2017

Stuttgart, 20. Juni 2017: Die Iftar-Abende anlässlich des Fastenmonats Ramadan haben eine lange Tradition beim Landesverband der Islamischen Kulturzentren e.V. (LVIKZ). Am vergangenen Montag begrüßte Yavuz KAZANC, Vorstandsvorsitzender des LVIKZ, die zahlreich erschienenen Gäste zum gemeinsamen Fastenbrechen in der Stuttgarter Zentrale.

Eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und des öffentlichen Lebens folgten der Einladung. Unter ihnen der Präsident des VIKZ Deutschland Mehmet Duran, der Minister für Soziales und Integration in BW Herrn Manfred Lucha, der türkische Generalkonsul Ahmet Akinti, Regierungsvizepräsidentin Dr. Alexandra Sussmann, der Bürgermeister des Landeshauptstadt Stuttgart Werner Wölfle, der Rektor der Universität Tübingen Prof. Bernd Engler, die Vorsitzenden der Vorstandsmitglieder der Muslimischen Dachorganisationen in BW, die Islambeauftragte der Evangelischen Landeskirche Baden Frau Prof. Dr. Elisabeth Hardlieb, der Islambeauftragte der Evangelischen Landeskirche Württemberg Pfarrer Heinrich G. Rothe. Vom Verbindungsbüro zwischen Kirche und politischen Institutionen der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Freiburg Dr. Gerhard Neudecker, der Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg David Holinstat, Herrn Evgl. Stadtdekan Eckard Schult-Berg und weitere Gäste aus Kultur und Wirtschaft.

Während seiner Iftar-Ansprache dankte Mehmet Duran den Gästen und berichtete über die vielen aktuellen Tätigkeiten und Projekte des VIKZ. Er unterstrich die Bedeutung des Ramadan in der muslimischen Gemeinschaft. Ferner hob er hervor, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nur gemeinsam gemeistert werden könne: „Wir werden leider auch in unserer Gesellschaft mit Ereignissen konfrontiert, die uns tief traurig machen. Gesellschaftliche Polarisierung, Diskriminierung, Hassreden, Angriffe auf unschuldige Menschen und Gotteshäuser betrüben uns sehr. Wir verurteilen jedwede Gewalt und Terror. Gewalt darf keine Rechtfertigung haben. Keiner hat das Recht durch Missbrauch der Religion den gesellschaftlichen Frieden zu stören. Gegen die gesellschaftliche Polarisierung und Auseinanderdriften können wir nur gemeinsam mit Solidarität entgegentreten. Die gesellschaftliche Pluralität ist unseres Erachtens keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung. Als VIKZ sind wir stets bemüht, durch unsere vielfältige Arbeit unseren Beitrag für das friedliche Zusammenleben zu leisten.“

Anschließend hat Minister Lucha bei seine Rede Grüße vom Ministerpräsident des Landes Baden Württemberg und der Landesregierung überbracht und sagte: “ Während dem islamischen Fastenmonat Ramadan ist es üblich, dass man neben der Familie auch Nachbarn und Freunde zum gemeinsamen Fastenbrechen nach Sonnenuntergang einlädt. Bei so einer Zusammenkunft können wir den gemeinsamen Dialog – wie auch beim Runden Tisch der Religionen – weiter intensivieren. Daher bin ich gerne zum Iftar-Essen in die Stuttgarter Ulu Moschee gekommen, um mit dem Landesverband der Islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg und seinen Gästen den Abend zu feiern“

Anschließend hat der Generalkonsul der Türkei seine Grüße an die Gemeinde gerichtet und betont, dass die hier lebenden türkischstämmigen Menschen sich in die deutsche Gesellschaft integrieren sollten, in dem sie an Wirtschaft und Politik teilnehmen. Gelichwohl richtete er die Aufforderung an Wirtschaft und Politik, auch in höheren Ämtern und Positionen türkischstämmige Menschen einzusetzen um die Bevölkerungszahl wiederzuspiegeln und zu repräsentieren.

Im Anschluss an die Grußworte beginnen alle Gäste mit dem Abendessen und nutzten die Gelegenheit für intensive Gespräche.